Existenzfestigung – Krise als Chance ?

Die Störung des finanziellen Gleichgewichts eines Unternehmens oder die nachhaltige Beeinträchtigung seiner Ertragskraft erfordern korrigierende Steuerungsmaßnahmen durch die Unternehmensleitung.

Abhängig von der Rechtsform gebieten drohende oder eingetretene Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung Maßnahmen mit rechtlichen Konsequenzen.

Soll das Unternehmen solche Situationen außerhalb oder im Rahmen förmlicher rechtlicher Verfahren überleben, sind Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Wir unterstützen Sie durch nachstehend skizziertes Sanierungskonzept:

 

  • Finanzwirtschaftliche Maßnahmen

    1. Maßnahmen der Gesellschafter

      – Eigenkapitalzufuhr
      –  Zahlungen auf künftige Einlageschuld
      –  Gesellschafterdarlehen
       
    2. Maßnahmen der Lieferantengläubiger

      –  Zahlungsaufschub
      –  Stundung mit einem Fälligkeitstermin
      –  Moratorium mit mehreren Fälligkeitsterminen
      –  Schuldenerlass
      –  Zinserlass
      –  Kapitalerlass
       
    3. Maßnahmen der Gläubigerbanken

      –  Umwandlung kurzfristiger Kredite in langfristige Darlehen
      –  Umwandlung von Krediten in Beteiligungen
      –  Verzicht auf Kreditkündigung
      –  Zinserlass
      –  Kapitalerlass
      –  Bürgschaften
      –  Patronatserklärungen
      –  Bewilligung neuer Kredite
      –  Beteiligungen
       
    4. Maßnahmen der Steuergläubiger

      –  Anpassung von Vorauszahlungen
      –  Stundung Steuer
      –  Steuererlass
      –  Vollstreckungsaufschub
       
    5. Maßnahmen der Sozialversicherungsträger

      –  Beitragsstundung
      –  Vollstreckungsaufschub
       
    6. Maßnahmen der öffentlichen Hand

      –  Subventionen
      –  Bürgschaften
      –  Strukturkrisenkartelle
       
  • Leistungswirtschaftliche Maßnahmen

    1. Personalbereich

      –  Einstellungsstopp
      –  Überstundenverbot
      –  Kurzarbeit
      –  Aufhebungsverträge
      –  vorzeitige Pensionierung
      –  gezielte Urlaubsplanung
      –  Umwandlung von Vollzeit in Teilzeitarbeitsverträge
      –  Kündigung von Dienstverträgen freier Mitarbeiter
      –  Kündigung von Verträgen mit Subunternehmer
      –  Verbesserung der Lohnsysteme

    2. Produktionsbereich

      –  Konzentration der Fertigung durch Aufgabe von Fertigungsstätte
      –  Produktivitätssteigerung durch Verbesserung der Produktionsanlagen
      –  Verbesserung der Arbeitsabläufe
      –  Optimierung der Gemeinkostenarbeiten
      –  Kürzung der Vorgabezeiten
      –  Reduzierung der Materialkosten und Fremdleistungen
          durch Reduzierung des Mengengerüstes in der Konstruktionsphase
          und die Durchführung von Produktwertanalysen

    3. Entwicklungsbereich

    4. Materialbereich (Lagerabbau)

    5. Vertriebsbereich

      –  Ersetzung von Handelsvertretern durch Mitarbeiter des Unternehmens
      –  Verzicht auf Belieferung bestimmter Märkte oder Handelsstufen
      –  Konzentration der Werbeaktivitäten
      –  Überprüfung der Preisgestaltung
       
    6. Managementbereich

      –  Auswechselung des Unternehmensmanagements durch Krisenmanagement
      –  Reorganisation der Entscheidungsprozesse
      –  Änderung des Führungsstils

 

Durch Sanierungskonzept werden die einzelnen Sanierungsmaßnahmen in ihrem Zusammenhang beschrieben und hinsichtlich ihrer beabsichtigten Auswirkungen verdeutlicht.

Für den Erfolg der Sanierungsmaßnahmen ist die Einhaltung der zeitlichen und finanziellen Vorgaben von entscheidender Bedeutung.
Es sind daher im Sanierungskonzept für die einzelnen Maßnahmen die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen und ggf. auch die verantwortlichen Personen zu nennen.