Gütertrennung beim Erben. Wie hoch ist der gesetzliche Erbteil des Ehegatten bei Gütertrennung? 4 BGB). Hat das Ehepaar durch notariellen Vertrag die so genannte Gütertrennung vereinbart, stellt der Gesetzgeber sicher, dass der überlebende Ehegatte keinen kleineren Erbteil erhalten soll als die Kinder (vgl. Hat der Erblasser keine letztwilligen Verfügungen durch Testament oder Erbvertrag getroffen, so gilt die gesetzliche Erbfolge. Wurde bei einer Eheschließung Gütertrennung vereinbart, so bleiben zu Lebzeiten des Ehepaares die Vermögenswerte getrennt, und es besteht kein Anspruch auf Zugewinnausgleich. Ehegattenerbrecht bei Gütertrennung. Das entschied das FG Hessen in folgendem Fall: Eine Frau lebte mit ihrem Ehemann in Gütertrennung. Wird die im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft geführte Ehe aus dem Bei­spiels­fall nun geschieden, entsteht ein An­spruch Evas auf Zugewinnausgleich wie folgt (ver­einfachte Betrachtung ohne Inflationseffekte): Anfangsvermögen bei Eheschließung: Eva 0 T€ / Adam 100 T€ In der Gütertrennung würde bei einer Übertragung 50 Prozent Schenkungssteuer anfallen. Auf diese Weise erfolgt eine Umverteilung des Vermögens. Gesetzliche Erbfolge bei Gütertrennung. § 1931 Abs. Nicht nur beim Tod eines Partners hat eine Gütertrennung Auswirkungen, auch im Falle einer Scheidung. Den Pflichtteil müssten Sie daher aus rechtlicher Sicht wieder herausgeben. Wie hoch ist der Pflichtteil des Ehegatten bei Gütertrennung? Bei Ehepaaren, die in Gütertrennung leben, gilt: Verzichtet ein Ehegatte zu Gunsten des anderen Ehegatten auf seinen Teil aus einer Steuererstattung, liegt eine Schenkung vor. Ohne Ehevertrag leben Ehegatten in einer Zugewinngemeinschaft. Ausschlagung bei Gütertrennung und Gütergemeinschaft besonders gefährlich. Ab dem dritten zum Zeitpunkt des Erbfalls lebenden Kindes verbleibt es für den im Güterstand der Gütertrennung lebenden Ehegatten wiederum bei einem Viertel. Sehr wohl besteht aber auch bei vereinbarter Gütertrennung ein Erbanspruch des überlebenden Ehepartners. Unabhängig von diesen erbrechtlichen Konsequenzen der Wahl des Güterstandes der Gütertrennung ist bei größeren Vermögensmassen noch die Bestimmung des § 5 Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz von Bedeutung. Bei zwei Kindern erhält jeder ein Drittel. Haben Sie in notarieller Form den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft aufgehoben und stattdessen Gütertrennung vereinbart, erben Sie als überlebender Ehegatte neben eventuell vorhandenen Kindern zu gleichen Teilen. Bei einem Kind erhalten Ehegatte und Kind jeweils eine Hälfte. Ein Ehepaar kann aber auch bei einem Notar eine Gütertrennung oder Gütergemeinschaft vereinbaren. Jedoch wird ein Zugewinnausgleich durchgeführt, falls die Ehe geschieden wird oder ein Partner stirbt. Denn damit oder mit Aufhebung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft hat grundsätzlich kein Partner Anspruch auf Ausgleichszahlungen gegenüber dem Anderen. Haben die Ehepartner notariell Gütertrennung vereinbart, bestimmt die gesetzliche Erbfolge den lebendenden Ehegatten und eventuell vorhandene Kinder zu gleichen Anteilen zu gesetzlichen Erben. Wird die Vermögenstrennung aber durch einen zweiten Ehevertrag aufgehoben, kann ein Zugewinnausgleich stattfinden – welcher im Sinne der Schenkungssteuer steuerfrei bleibt. Dabei bleiben die Vermögen der Eheleute während der Ehe getrennt. Gütertrennung vernünftig für den Scheidungsfall. Wenn Sie allerdings im Rahmen der Gütertrennung die Erbschaft ausgeschlagen haben, so stünde Ihnen gar kein Pflichtteil mehr zu, da Sie damit auf das Erbrecht verzichteten und der Pflichtteil nur bei Eheleuten in Zugewinngemeinschaft wieder auflebt. Sind keine Kinder vorhanden, wären Sie Alleinerbe. Gütertrennung bei Scheidung. Beim Güterstand der Gütertrennung und der Gütergemeinschaft besteht nicht die Möglichkeit, durch Ausschlagung die gesetzliche Erbbeteiligung zu beeinflussen. Durch diese Ausnahmeregelung will der Gesetzgeber verhindern, dass der Erbteil des überlebenden Ehegatten geringer als der eines Kindes ist.